Um das Bier auch im Sommer trinken zu können, richteten viele große Brauereien zur Lagerung des Biers Bierkeller an der Isar ein. Man pflanzte große Kastanienbäume und streute Kies auf den Boden, um die Temperaturen gering zu halten. Die Menschen kamen mit großen Krügen, um das Bier mit nach Hause zu nehmen. Viele begannen, das Bier direkt am Lagerplatz zu trinken.
Innerhalb kurzer Zeit wurden die Bierkeller nicht nur für die Lagerung von Bier verwendet; die Brauer begannen, dort auch Bier auszuschenken. Zu diesem Zweck stellten sie unter den Kastanienbäumen einfache Holzbänke und -tische auf. Um den kleinen Brauereien in München zu helfen, die keine großen Keller zur Lagerung von Bier hatten, erließ König Ludwig I. abermals eine Verordnung, die es den Brauern verbot, Essen zu verkaufen. Wenn man sein Bier direkt bei den Bierkellern trinken wollte, musste man sein eigenes Essen mitbringen.
Obwohl diese Verordnung heutzutage nicht mehr gilt und in vielen Biergärten auch Essen angeboten wird, ist es immer noch erlaubt, seine "Brotzeit" mitzubringen.
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