Kirchen in München: Frauenkirche (Dom)

 
 
 
 
 

Kirchen in München: Frauenkirche (Dom)

 
 
Nach dem Olympiaturm ist die Frauenkirche im Zentrum von München in der Nähe des Marienplatzes das zweithöchste Gebäude in München. Mit einer Höhe von 99 Metern und seinen zwei Zwiebeltürmen dominiert dieses Wahrzeichen von München zusammen mit dem Neuen Rathaus am Marienplatz Münchens Stadtzentrum. Im Jahr 2004 wurde eine Verordnung erlassen, dass in München kein Gebäude höher als 100 Meter sein darf.

Es ist möglich, mit einem Aufzug auf den südlichen der beiden Türme der Frauenkirche zu fahren, von wo aus man einen großartigen Blick über München hat.
 
 
Die Bauarbeiten für die Frauenkirche - einer katholischen Kathedrale - begannen im Jahr 1468 und wurden 1488 beendet. 1525 erhielten die beiden Türme ihre zwiebelförmigen Kuppen aus Kupfer. Abgesehen von diesen Kuppen im Renaissance-Stil wurde die Frauenkirche im Stil der Spätgotik nach Plänen des Architekten Jörg von Halspach gebaut, um eine ältere Kirche zu ersetzen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Frauenkirche so schwer zerstört, dass nur noch die Tragwerkskonstruktion erhalten blieb. Die Kirche wurde jedoch sehr schnell wieder aufgebaut.
 
Frauenkirche
 
 
 
Auch wenn Sie nicht an einer der regemäßig stattfindenden katholischen Messe teilnehmen möchten, gibt es in der Frauenkirche sehr viel zu sehen.

Sowohl das Äussere als auch der Innenraum der Kirche sind sehr einfach gestaltet; dennoch ist beides sehr eindrucksvoll. Oktagonale Säulen dienen der Unterstützung der Konstruktion. Wenn Sie das Innere der Frauenkirche betreten, werden Sie von der Schlichtheit des Gebäudes überwältigt sein. Ausser dem Fenster im Altarraum ist kein Fenster zu sehen. Die anderen sind von den Säulen verborgen.

Im Eingangsbereich befindet sich auf dem Boden ein eigenartiger Fußabdruck. Von wem der wohl sein mag? Einer Legende zufolge betrat einst der Teufel höchstpersönlich die Kirche und war so erfreut, dass in ihr keine Fenster waren. Er konnte die Dummheit des Architekten nicht fassen und stampfte vor Freude auf den Boden - so dass sein Fußabdruck hier verewigt wurde. Der Fußabdruck wird auch "Teufelstritt" genannt.

Einen näheren Blick ist auch das 1510 von Jan Polack gefertigte Gemälde in der Kapelle hinter dem Hochaltar wert. Es zeigt die Jungfrau, wie sie mit ihrem Mantel alle Menschen beschützt.

Andere sehenswerte Dinge sind das Grab von Kaiser Ludwig IV. von Bayern sowie eine Reihe von Kapellen.