Das zweite Feuer 1429 führte zu einer Wiederbelebung der Gotik und die Frauenkirche, jetzt eines der Wahrzeichen von München, wurde gebaut.
1506 wurde München die Hauptstadt von Bayern.
Im 16. Jahrhundert war München auch ein wichtiges Zentrum der Gegenreformation und der Renaissance. Man lud Architekten und Baumeister aus Italien ein. Wichtige Gebäude entstanden, z. B. 1506 das Hofbräuhaus in der Nähe des Marienplatzes, wo damals Bier gebraut wurde, das jetzt aber eine wichtige Touristenattraktion ist.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert und der Pest in den Jahren 1634 und 1635, wodurch ein Drittel der Bevölkerung starb, wurde München zum Zentrum des Barockstils. Während dieser Zeit wurden zum Beispiel die Theatinerkirche sowie das Schloss Nymphenburg gebaut.
1806 wurde München zur Hauptstadt des Königreichs Bayern ernannt und eine erneute Periode umfassender Bauarbeiten folgte. Während dieser Zeit und vor allem unter der Regentschaft von König Ludwig I. und Max II. war der bevorzugte Baustil klassizistisch. Beispiele sind die Maximiliansstrasse und die Ruhmeshalle auf der Theresienwiese. Bedeutende Architekten waren Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner. München war nicht nur ein Zentrum von Architektur, sondern auch von Wissenschaft, Kunst und Literatur.
Während des Zweiten Weltkrieges diente München als Festung Adolf Hitlers und der Nazis. Nach dem Krieg und der Besatzung durch die Amerikaner wurde München wieder aufgebaut. Dabei behielt man die alte Straßeneinteilung bei. München begann wieder zu blühen und 1957 erblickte der 1.000.000. Bürger das Licht der Welt.
1972 fanden in München die Olympischen Spiele statt, 1974 und 2006 die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland. Diese Ereignisse führten hinwiederum zu einer Ankurbelung der Infrastruktur der Stadt. |