Schlösser in München: Schloss Nymphenburg

 
 
 
 
 

Schlösser in München: Schloss Nymphenburg

 
 
Das Schloss Nymphenburg sowie der Nymphenburger Schlosspark im Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg im Westen von München blicken auf eine Geschichte von über 300 Jahren zurück.

Als Dank für die Geburt eines Thronfolgers - Max Emanuel - im Jahr 1664 beauftragten Kurfürst Ferdinand Maria und seine Frau Henriette Adelaide von Savoyen den italienischen Architekten Agostino Barelli mit dem Bau einer Sommerresidenz und der Anlage eines kleinen Ziergartens für Henriette Adelaide.
 
 
Im Jahr 1701 beschloss ihr Sohn Max Emanuel, die Residenz der Mutter zu vergrößern. Der Ausbau wurde von Charles Carbonet durchgeführt.

1715 wurden sowohl das Schloss auch der Garten wieder vergrößert, diesmal im Barokstil von Dominique Girard und Joseph Effner. Das Kanalsystem, das 1701 begonnen wurde und der Sammlung des Wassers aus der Würm, einem kleinen, etwa 2 Kilometer entfernten Fluss, diente, das dann zum Garten geleitet wurde, war fertig. Es diente nicht nur zur Bewässerung der Gärten; zudem sorgten Pumpen für ausgefeilte Wasserspiele.
  Schloss Nymphenburg
 
 
 
Ende der Regentschaft von Max Emanuel im Jahre 1726 war hier ein großer Park, der hauptsächlich aus vorhandenen Wäldern gestaltet worden war. Der Gartenbereich wurde symmetrisch angelegt. Am Ende des geraden Kanals verwirklichte Joseph Effner einen Wasserfall. Joseph Effner entwarf für den Park auch zwei kleine Schlösser, die Pagodenburg nördlich und die Badenburg im Süden des Kanals, beide wieder symmetrisch angeordnet. Die Badenburg im barocken Stil diente Max Emanuel als Schwimmbad. Zwischen 1734 und 1739 baute Francois de Cuvillies die Amalienburg im Rokokostil.

Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurden das Schloss und der Park mehrmals erweitert und einige interssante Merkmale verschiedener Stilrichtungen hinzugefügt.