Kirchen in München: St.Kajetan (Theatinerkirche)

 
 
 
 
 

Kirchen in München: St.Kajetan (Theatinerkirche)

 
 
Die Bauarbeiten der Kirche St. Kajetan, meistens Theatinerkirche genannt, am Odeonsplatz im Zentrum von München begannen im Jahr 1663.

Henriette Adelaide von Savoyen, die Ehefrau von Kurfürst Ferdinand Maria, hatte das Gelübde abgelegt, bei der Geburt eines Thronfolgers eine der prächtigsten Kirchen bauen zu lassen. 1664 erblickte Max Emanuel das Licht der Welt und sie und ihr Ehegatte beauftragten den italienischen Architekten Agostino Barelli mit dem Entwurf der Kirche St. Kajetan im späten Barockstil.

 
 
Aufgrund vieler Schwierigkeiten, die auftraten, dauerten die Bauarbeiten sehr lang. Der Architekt Agostino Barelli hatte begonnen, St. Kajetan nach dem Vorbild der Kirche St. Andrea della Valle in Rom zu bauen. Aufgrund von Streitigkeiten mit dem Bauleiter Antonio Spinelli schaffte es Barelli erst im Jahr 1674, den Rohbau zu vollenden und verließ danach München. Die Aussen- und Innenarbeiten führte dann Enrico Zuccalli mit mehreren anderen Architekten durch.

Obwohl die Bauarbeiten noch nicht beendet waren, wurde die Theatinerkirche 1675 geweiht. Da Henriette Adelaide von Savoyen ein Jahr darauf starb, konnte sie die endgültige Fertigstellung der Kirche nicht mehr erleben.

Erst etwa 100 Jahre wurde die Fassade durch Francois de Cuvillies im Rokokostil vollendet.
  Theatinerkirche in Muenchen
 
Theatinerkirche